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Innocent And Vain – Hommage a Nico (1938 – 1988)
Kuratiert von Fritz Ostermayer
Am Anfang stand eine Karriere als Mannequin (Models kamen erst später), am Ende ein Ende als Drama Queen. Aufstieg und Fall der Brauereidynastie-Tochter Christa Päffgen aus Köln böten Stoff für mindestens drei Puccini-Opern, so prototypisch bohemistisch strahlte und erlosch das Leben dieser Ikone aller sich aristokratisch dünkenden Subkulturen des Pop. Dass Nico, diese einzigartige Chanteuse der Ataraxie, hauptsächlich über ihre künstlerischen Wegbegleiter und Liebhaber definiert wird (Warhol, Reed, Cale, Morrison, Delon etc.), bestätigt nicht nur den männlichen Blick auch der Popgeschichtsschreibung, sondern verstellt vor allem die Sicht auf ein Werk, dessen radikale „l’art pour l’art“-Ästhetik bis heute unerreicht ist und dessen Negationspotential noch immer Rätsel aufgibt, sodass sich die Nico-Exegeten deshalb gern in Mythen flüchten. Unsere Hommage soll vor allem die große Songschreiberin würdigen, der das Kunststück gelang, das schwarzromantische „deutsche Volkslied“ in den internationalen Pop-Kontext zu schleusen. Lange vor Laibach und zeitgleich mit Kraftwerk transformierte Nico auf diese Weise das „Deutschtümelnde“ via forcierter Künstlichkeit zu einer Spielart von Camp, die sich sogar noch das „Lied der Deutschen“ als radical chic einverleiben konnte. Fast schon eine situationistische Entwendung! Aber egal – gehuldigt werden muss um jeden Preis. Und das sind die HuldigerInnen:
Zweiter Abend
(in alphabetischer Reihenfolge)
Laokoongruppe
Neigungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune
Fritz Ostermayer feat. Noël Akchoté und Otto Lechner
Sir Tralala
Soap&Skin feat. Noël Akchoté und Otto Lechner
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